„Morbides Hirngebrösel“ Tastaturrap: Aus dem Kopf gespuckte Essays Ein Buch kann sich auch als lange Version eines Rap-Textes darstellen. Somit fungieren die Essays, die in diesem Werk enthalten sind, als Tastaturrap. Modern, gerade für die ältere Rapgeneration ansprechend, kritisch und vulgär. Aber vor allen Dingen ironisch und humorvoll: Reflexiv wird auf der einen Seite der Mikrokosmos Rap und die Hip Hop Kultur auf die Waagschale gelegt und auf der anderen Seite die Umwelt beschrieben, wie sie ein Namjo Subo als alter Sack und ferner Planet des Rapuniversums sieht. Somit behandelt „Morbides Hirngebrösel“ auch nur zu 40 Prozent die Auswüchse der Poperscheinung Rap. Es gibt nicht nur Wichtigeres, nein, zudem steckt mit viel Selbstironie und rotzfrechen Äußerungen das Schmunzeln im Vordergrund. Und wer über BILD-Überschriften, Hochglanzvideos mit FUBU-Proleten und die Karikatur des Lackschuhpeters nicht schmunzeln kann, verweilt lieber in den Abgründen des Normalseins. Dieses Buch ist es auf jeden Fall nicht.