Im Intro wird man gleich mit “Ventura – türkisch und mörderisch” empfangen. Wenn das mal kein schlechtes Ohmen ist, denke ich mir noch als der erste Song “Gib es auf” los geht: Ein gerade Beat, dem die Synthie-Sounds noch gerader Folgen – flache Battle Rhymes sollen die virtuellen Gegner vergraulen: “Lass die Bitchmoves sein, sonst kommen wir und haun wir auf dich ein” “Hasta La Madrugada” bietet da schon mehr: Lateinamerikanische Sounds erzeugen ein lockeres Feeling und der Beat klatscht dezent im Hintergrund, spanischer Gesang von Bruce Barron im Refrain runden das Ganze musikalisch ab. Textlich geht es um das Sonnenfeeling, Party und Frauen - das passt alles zusammen. Am nächsten Song “Wir kicken Azz” sind die Spezializtz beteiligt: Bouncender Beat und Synthiesounds. “Die Zeit ist gekommen” wird dann wieder bodenständiger: Pianosample, straighter Beat mit tickenden Highhats und der Text passt sich der Melancholie des Pianos an - Anspieltip. “Lieben und Hassen” schlägt dann wieder die Richtung Jiggy ein, analog dazu der Text. “Anaconda” erinnert irgendwie an die 2 Live Crew, bloß dass die das vor fünfzehn Jahren gemacht haben. “Der Letzte der lacht” feat. G-Style, kommt wieder sehr melancholisch mit tickenden Highhats und stellt uns eine Lebensgeschichte vor: Erwachsenwerden, Kriminalität, Krankheit. Der runde Eindruck wird hier lediglich durch den etwas holpernden Rapstil getrübt. Aus der Trübsaal reißt einen “Straßen die wir vermitteln” sofort wieder heraus. Unterstützt werden die Venturas von Afrob und T.M.O.: Bouncender Beat und Sound. “Ich versuch erst gar nicht schlau zu klingen, versuch es ausm Bauch zu bringen” bringt es Afrob auf den Punkt. “Sommerzeit” zusammen mit Die Firma, Scopeman, Rick Sk, Gianni, Nesti Tony & Friends in Kellogg's Land anderen ist als Possetrack konzipiert und wirkt durch E-Gitarren-Untermalung sehr rau. Textlich und Musikalisch hat das Stück trotz Verstärkung nicht viel zu bieten.
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