Irgendwie fand ich Eve bisher geil. Nicht etwa weil sie Tänzerin in einem Stripclub war oder einen Grammy gewonnen hat, sondern weil sie Hoch-glanz-HipHop vom Feinsten abliefert. Oh, darf ich den Begriff HipHop bei der jungen Frau aus Philadelphia überhaupt noch in den Mund nehmen? Um was geht es denn bei “Eve-olution"? Leider handelt es sich nicht um eine fortschreitende Entwicklung seitens Eve Jihan Jeffers. Es geht vielmehr, wie üblich, um eine positive Selbstdarstellung wie bei “Irresistible Chick". Es geht, wie üblich, um das Repräsentieren des Doppel-R der Ruff Ryders wie bei “Double R What". Es geht, wie üblich, um zwischenmenschliche Beziehungen wie bei “Gangsta Lovin'" und “Let This Go", besser gesagt, was hat Chick A zu tun, wenn sie Hustler B nach Schema C behandelt. Und das alles in einer realitätsfernen Chanel-Gucci-Prada-Welt. Nicht, daß ich “Eve-olution" nichts abgewinnen konnte. “Party In The Rain" hat mir gefallen, und es gibt mit Truth Hurts, Alicia Keys, Mashonda und Nate Dogg ein beeindruck-endes Chorus-Line-Up. Wenn aber “Let Me Blow Ya Mind" der beste Song auf dem Album ist und dieser schon auf dem Vorgänger “Scorpion" ver-öffentlicht wurde, dann ist das schon ein Armutszeugnis. Bei dem von Dr. Dre produzierten “What" beginnt Eve mit: “You can love Eve, hate Eve, I don't care/cop my shit, dog, play this here". Ich ende mit: “Ach nö, lieber nicht".
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