Eins vorweg: Ich kann und will diese Scheibe stilistisch nicht genau einordnen. Auf der Rückseite der CD steht zwar links unten „file under: electronica/jazz“, aber dieser Hinweis kann auch nur als kleine Orientierungshilfe dienen.
Das hier aufgefahrene Soundspektrum ist zu groß, als dass man es auf den Punkt bringen könnte. Elemente aus der Minimal-Electro-Ecke wie sperrige Soundschnipsel oder auch Verzerrungen treffen auf eine jazzige Harmonik und die Geduld von Krautrock. Das Spiel des Trompeters Werner Hasler erinnert streckenweise an die Cool-Jazz-Phase von Miles Davis, wird aber auch mal recht wild und frei. Bei „Cliché“ gibt es ein recht treibendes Zusammenspiel von Drums und Bass zu bewundern, „Haaf Slomer“ wiederum ist recht dubbig gestaltet. Das Album stellt einen oft auf die Probe, da es streckenweise schon sehr krachig und experimentell ist. Die stärksten Momente erreichen Manufactur in den eher ruhigen Passagen, wie etwa bei „Aslid“ und „Staak“. Offene Hörer mit etwas Abenteuerlust sollten sich an „Flambitres“ ruhig mal ranwagen. Abstrakt und spannend.
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